Erfahrungen & Bewertungen zu Dennis Besseler

Insekten Kochbuch

Was spricht für den Verzehr von Insekten? 

In Asien, Afrika und Lateinamerika gehören Insekten inzwischen wie selbstverständlich zum täglichen Speiseplan. Ob Käfer, Libellen oder Ameisen – insbesondere in Zeiten, zu denen Fisch und Fleisch nicht oder nur in geringen Mengen erhältlich sind, landen die kleinen Krabbeltiere regelmäßig auf dem Teller. Bei den meisten Europäern löst das Ekel und Unverständnis aus – dabei gibt es viele Gründe, die für den Verzehr von Insekten sprechen.

Insekten essen ist gesund
Auf der Erde gibt es mehr als eine Million bisher entdeckter Insektenarten, von denen rund 2000 essbar sind. Sie sind nicht nur sehr reich an Proteinen, sondern enthalten auch ein ganz spezielles Eiweiß, das den Blutdruck senkt und somit das Risiko für Folgeerkrankungen, wie zum Beispiel einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt, reduziert. Darüber hinaus enthalten Insekten viele ungesättigte Fettsäuren sowie jede Menge Vitamine und Mineralien. Sie werden in Regionen gezüchtet, in denen – bisher zumindest – keine Pestizide benutzt werden. Außerdem sind sie dem Menschen so unähnlich, dass eine Übertragung von Krankheiten nahezu ausgeschlossen ist. Lebensmittelskandale und Seuchen – zum Beispiel die Vogelgrippe und die Schweinepest – sind in der Fleischindustrie hingegen fast schon an der Tagesordnung.

Insekten sind kostengünstig
Die Aufzucht von Insekten ist im Vergleich zur Viehzucht sehr kostengünstig. So benötigt ein Rind circa zehn Kilogramm Futter, um letztlich ein Kilogramm Fleisch zu produzieren. Bei Insekten werden hingegen zehn Kilogramm Futter in neun Kilogramm Nahrung umgewandelt. Außerdem benötigen Insekten nicht viel Platz, um zu gedeihen, wohingegen Kühe und Schweine große Flächen Land in Anspruch nehmen. Bei vielen Insektenarten ist biologischer Abfall als Wachstumsgrundlage völlig ausreichend. Dass dieser von den Insekten umweltschonend verwertet wird, spricht ebenfalls für ihren Verzehr. Zudem ist der essbare Anteil von Insekten sehr hoch: Lediglich die Beine und die Flügel sind nicht genießbar. Bei Schweinen und Rindern sind nur 50 Prozent essbar – der Rest muss für viel Geld und auf Kosten der Umwelt entsorgt werden.

Insekten sind klimafreundlich
Die Weltbevölkerung steigt immer weiter an, und all die Menschen müssen ernährt werden. Experten gehen davon aus, dass sich die Nachfrage nach Fleisch bis zum Jahr 2050 verdoppeln wird. Diese immens hohe Produktionsmenge ist nicht nur schwer erreichbar, sondern stellt auch eine nicht zu unterschätzende Gefahr für die Umwelt dar, da sie mit einem hohen Ausstoß an Treibhausgasen einhergeht. Bereits heute ist die Viehzucht für rund 18 Prozent der Kohlendioxidbelastung weltweit verantwortlich. Insekten produzieren viel weniger Treibhausgase als Schweine oder Kühe, was für eine Umorientierung spricht. Die UN wirbt jedoch noch aus einem weiteren Grund für den Insektenverzehr: Die Insektenfarmen, die heute bereits in großer Anzahl in Asien, Afrika und Südamerika existieren, bieten zahlreichen Menschen einen sicheren Arbeitsplatz.

Keine grausame Massentierhaltung
Die kostengünstige Produktion von Schweine- und Rindfleisch, aber auch von Fisch erfordert eine Massentierhaltung, die nicht nur für die Tiere eine Qual ist, sondern auch einen hohen Qualitätsverlust mit sich bringt. Futter wird mit Antibiotika versetzt, damit die Tiere gesund bleiben. Die Folgen für den Menschen können fatal sein: Viele Bakterien werden resistent, sodass keine Behandlung mehr anschlägt. Auch grausame Tiertransporte und Schlachtungen entfallen bei Insekten: Sie werden gekühlt und schlafen schmerzfrei ein. Wenn du Insekten essen möchtest, tust du also nicht nur deiner eigenen Gesundheit etwas Gutes, sondern trägst auch zum Tier- und Umweltschutz bei.


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